Von Smartwatches und anderen Bedürfnissen

Momentan (vom 2. bis 5. März 2015) findet der Mobile World Congress 2015 in Barcelona statt. Groß wird darüber in allen Medien berichtet. Ich selbst bin nicht so der Mobile-Typ – ja, ich gebe es zu, ich habe immer noch mein altes Nokia Handy (siehe Abbildung) und bin damit völlig zufrieden, denn es kann das, wofür ich es habe: Telefonate führen, SMS senden und empfangen und mir den Weg zeigen.

handy

Was ist jetzt der neueste Trend? Laut Mainstream-Medien vor allem Wearables – genauer gesagt Smartwatches. Diese Entwicklung ist eigentlich eher erstaunlich, da sie entgegengesetzt der Entwicklungen der letzten Jahre ist:
Die Displays der Handys wurden in den letzten Jahren immer größer und hochauflösender, bis man Handys von Tablets kaum mehr unterscheiden konnte. Handys ersetzten langsam Computer.

Und nun?! Smartwatches also? Von Displaygrößen brauchen wir hier gar nicht zu sprechen! Sie klein zu nennen, wäre euphemistisch. Wie soll man damit ein ordentliches Game zocken?

Doch halt, vielleicht haben sich die Handyhersteller ja etwas dabei gedacht …

Es wird ein neuer Trend kreiert und da es dafür eigentlich momentan weder einen Bedarf noch Anwendungen gibt, überlegt man sich rasch einfach einige neue. So soll eine Smartwatch nicht wie die bisherigen Smartphones als mobile Spielekonsole oder Notebookersatz daherkommen, sondern es soll durch neue Anwendungen und neue Möglichkeiten ganz neue Bedürfnisse wecken.

So kann eine Smartwatch z.B. meine Schritte zählen und man munkelt, man kann damit nicht nur telefonieren, sondern auch die Uhrzeit ablesen! Das Ei des Kolumbus wurde gefunden – und alle jubeln.

Das beste bei der Sache ist – der momentane Normalnutzer wird sein Handy sicherlich nicht mit einer Smartwatch ersetzen, aber vielleicht wird es sich zusätzlich  eine Smartwatch kaufen – wo sie doch jetzt auch so schick aussehen. So werden Bedürfnisse neu konstruiert und erschaffen, damit der Rubel weiter rollt.

Dies muss vielleicht auch so sein, denn ohne Geld ist technische Weiterentwicklung nicht möglich.

Ich persönlich werde mir wohl erst dann eine Smartwatch kaufen, wenn man zum Games zocken kein Display mehr braucht, sondern die Inhalte, die man sehen will, einfach in die Luft projiziert werden – aber das wird bestimmt noch einige Jahre dauern.

Im Übrigen muss man sagen, dass die Mainstream-Medien nur sehr verkürzt berichten. Ich denke, es gibt momentan auf dem mobilen Markt sehr viele interessante Entwicklungen neben den Wearables, als Stichworte seien nur genannt: „Internet of Things“ und „alternative Handykonzepte“ (schön nachzulesen bei Chip.de)

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