6 Dinge, die nur das Supernatural Fandom versteht

Es gibt Menschen, die sich eine Serie anschauen, weil sie sie gut finden oder die Schauspieler mögen – und dann gibt es Leute, die sich eine Serie 5-Mal, 10-Mal anschauen, jeden der Cast-Mitglieder und jede Zeile aus jeder Folge kennen…

Auch für die bereits seit 10 (!!) Jahren erfolgreiche Horror-Serie „Supernatural“ gilt das . Auch dort gibt es Menschen, die die Serie nicht nur mögen, sondern sie vergöttern. Im Gegensatz zu anderen Fangemeinschaften, gibt es jedoch einen Unterschied:  das Fandom ist nicht nur das „Supernatural Fandom“, sondern die #SPNFamily.

Wer vom Virus erfasst ist, wird oftmals seltsame Dinge tun und sagen, über andere Dinge lachen und einfach anders sein als alle anderen.

Ihr wollt ein paar Beispiele dafür? Here we go!

1. Ein Supernatural Fan weiß, dass man Salz nicht nur zum Würzen von Speisen nimmt, sondern sich lieber gleich kiloweise einen Vorrat davon zuhause anlegt.

salt

Quelle: https://www.pinterest.com/pin/227220743674178243/

2. Nein, die #SPNFamily ist nicht unhöflich und gemein, wenn sie sich gegenseitig als „Bitch“ oder „Jerk“  bezeichnen. Denn das sind die höchsten Lobpreisungen, die die #SPNFamily kennt.

Bitchjerk

Quelle: http://www.supernaturalwiki.com

3. Die Wörter „Idjits“ und „Assbutt“ zeugen nicht von fehlenden Englischkenntnissen, sondern sind wie „Bitch“ oder „Jerk“ ein liebevolles Kostewort für geliebte #SPNFamily Members.

idijts

Quelle: http://media.giphy.com/media/enPoiIvITuJDq/giphy.gif

 

assbutt

Quelle: https://www.pinterest.com/pin/486811040941991205/

4. Sobald ein Supernatural Fan „Carry on my Wayward Son“ von „Kansas“ hört, weiß er, dass es gleich sehr emotional wird. Im Gegensatz dazu stören ihn abgesäbelte Körperteile oder blutüberströmte Figuren eher weniger.

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Quelle: http://rebloggy.com/post/mygifs-supernatural-dean-winchester-jensen-ackles-im-so-proud-of-this-carry-on-m/86464544965

5. Supernatural Fans wissen, dass erstens nicht alle Einhörner friedlich sind

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Quelle: http://www.supernaturalwiki.com/images/5/5e/Impaled_by_Unicorn.jpg

und zweitens auch manchmal in menschlicher Gestalt auftauchen.

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Quelle: http://isaacsflower.deviantart.com/art/Meg-s-Unicorn-408856877

6.  Supernatural Fans fangen an zu lachen, sobald sie das Wort „Pudding“ hören.  Mehr sage ich dazu jetzt nicht, fragt einfach einen Fan eures Vertrauens 😉 (By the way, geht es euch auch so, dass ihr dann das Geräusch dazu in eurem Kopf hört?! ^^)

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Quelle: http://38.media.tumblr.com/797ee8c77e72b1683d0c74a0addc9f3f/tumblr_nndj9tvJMw1u5orxno1_400.gif

 

… to be continued …. !!

 

 

 

 

Geheimtipp Leydicke in Berlin Schöneberg

Gestern habe ich einen alten Schatz wiederentdeckt – ich war seit langer Zeit wieder einmal im Leydicke! Und genau das möchte euch gerne ans Herz legen. denn  wer etwas von dem alten Berlin erleben will, der sollte dort auf jeden Fall einmal hingehen…

Das Leydicke in der Mansteinstraße 4 in Berlin – Schöneberg hat eine lange und bewegte Geschichte.

 

Nicht nur die Inneneinrichtung scheint alte Berliner Geschichten zu atmen, auch der Wirt Raimon hat es in sich: Als waschechter Berliner, der die Kneipe in 4. Generation führt und dort natürlich auch aufgewachsen ist, kann er euch, wenn er dazu denn aufgelegt ist, Geschichten erzählen, wie nur Berlin sie kennt. Von der Nachkriegszeit und den Amerikanern, von den Hippies und der Studentenbewegung in den 60er Jahren und so vieles mehr …

Das Highlight ist, wenn sich alle paar Wochen die Leute zu einem der legendären Konzerte mit anschließender Party treffen, bei der es sich der Wirt Raimon nicht nehmen läßt, auch manchmal auf seinem Tresen zu tanzen.

Jedenfalls wird dann richtig abgerockt – meistens im Stil der 50er. Neben den wirklich guten Bands – in dem Fall waren es die Desperado 5 – ist vor allem das Publikum auch sehr spannend. Hier findet man wirklich Leute jeden Alters – man munkelt, es gibt sogar Exil-Berliner die die Reise aus ihrer neuen Heimat Mallorca nach Berlin zurück zweimal im Jahr nur wegen des Leydicke auf sich nehmen.

Noch ein kleiner Tipp am Ende: Die Fruchtweine von Leydicke sind sehr lecker – haben es aber in sich …. Es hat sich bewährt, auf den Parties beim Bier zu bleiben und die leckeren Fruchtweine lieber für zuhause mitzunehmen und sie dort in Ruhe zu genießen 😉

 

 

Warum mich dieser Artikel nervt, obwohl ich kein „Internet-Krawallmacher“ bin

Triggerwarnung! Bitte Vorsicht beim Lesen!

Am 26. März 2015 erschien in der Welt ein Artikel von Ronja von Rönne, einer freien Autorin, mit dem Titel: „Warum ihr alle psychisch gestört seid“. In den darauf folgenden Tagen gab es heftige Reaktionen – sowohl Zustimmung als auch Ablehnung – in den sozialen Medien. Vor allem auf Twitter überwiegte die Ablehnung gegenüber des Artikels, bzw. der Art, wie dort über psychische Krankheiten geschrieben wurde.

Ich, als Nicht-Journalistin und Twitter-Userin möchte heute hiermit meine ganz persönliche Meinung zu dem Artikel und auch zu dem drauf folgenden Interview, das Dom S. mit der Autorin geführt und auf kaffeeundfluchen.com veröffentlicht hat, kund geben und einfach einige Gedanken dazu aufschreiben.

Zunächst darf man sicherlich nicht vergessen, dass der Artikel unter der Rubrik „Meinung“ bei der Welt erschien, also keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit und Vollständigkeit darstellt, sondern eben eine einzelne Meinung, also ein persönliches Statement zu einer Sache darstellt.

Trotzdem bin ich der Meinung, dass wenn man ein solch sensibles und komplexes Thema bearbeitet und einen Artikel dazu veröffentlicht, man sich im Klaren darüber sein muss, dass dieser Artikel auch von vielen gelesen wird – ist ja auch irgendwie Sinn der Sache nicht wahr? – und eventuell auch als allgemein gültige Wahrheit und Ei des Columbus gefeiert werden wird. Denn man muss davon ausgehen, dass der durchschnittliche Leser eben über kein Fachwissen oder persönliche Erfahrung in dem Gebiet verfügt.

Das Thema an sich ist ein sehr interessantes, was sich aber sicherlich nicht in drei Sätzen zufriedenstellend darstellen lässt: Das Thema heißt „wo fängt psychische Krankheit an“.

Was mich an dem Artikel wundert, ist das völlige Fehlen der medizinischen Perspektive. Es wird alles als ein Problem der Sichtweise geschildert. Es ist das Problem von „uns“ schreibt sie, wie „wir“ die Dinge sehen.

Wer ist mit „uns“ gemeint? Die Gesellschaft im Gesamten vielleicht? Die Leser der Welt? Oder reden wir von jungen, gut ausgebildeten Frauen der oberen Mittelschicht, so wie die Autorin das ja auch beschreibt: „Wir sind ja nicht verrückt, sondern jung, schön und erfolgreich. Und eben, wenn das mal nicht läuft, krank“.

Genau das scheint der Knackpunkt zu sein, da die Autorin ausschließlich von ihrer eigenen und dadurch sehr beschränkten Perspektive auszugehen scheint und dies dann verallgemeinert. Nur so lässt sich beispielsweise auch der Satz „Heute werden psychische Krankheiten nicht mehr stigmatisiert“ überhaupt verstehen.

Das Schlimme an der Sache ist jedoch, dass sie dies nicht ausreichend kenntlich macht  (vielleicht ist es ihr auch nicht bewusst) und dass der flüchtige Leser auf den Punkt kommen könnte, dass es sich mit allen, die sich in Kliniken oder Therapien aufhalten, so sein könnte, wie scheinbar mit der Autorin und ihren Freundinnen: Dass sie einfach den Schwierigkeiten, die ein Leben nun einmal an sich hat, aus dem Weg gehen und sich lieber einen „Entschuldiungsschein“ vom Arzt holen, um sich eine Auszeit zu gönnen, als sich den Problemen zu stellen und-oder sie zu akzeptieren.

Das ist jedoch der fatale Fehler, den die Autorin begeht: zu denken, dass es um das perfekte Leben und um das absolute Glücklichsein geht. Bei vielen dieser Menschen geht es schlichtweg um das nackte Überleben.

Nicht umsonst gibt es beispielsweise eine Twitterkampagne  mit dem Hashtag #notjustsad (in der darauf aufmerksam gemacht werden soll, dass Depressionen etwas anderes sind als „traurig“ zu sein) .

Dies zu unterscheiden obliegt gut ausgebildeten Ärzten (von denen es leider viel zu wenig gibt, das ist jedoch ein andere Thema ..) denn anhand des Fakts, ob jemand frisch gefärbte Haare hat oder nicht, kann dies sicherlich nicht entschieden werden.

Also all diese Leute, die täglich ihren Kampf kämpfen und für jedes bisschen Leben kämpfen müssen, dürfen nun lesen, dass sie sich doch bitte einfach nicht so anstellen sollten. Und die Autorin wundert sich, dass dies zu emotionalen Reaktionen führt?

In dem Interview geht sie darauf nochmals näher ein. Auch ich habe mich im übrigen sehr über den Artikel geärgert und schreibe deswegen heute diesen Text.

Davon abgesehen, dass es Leute gibt, die Kritik nicht adäquat äußern können oder wollen und mit Hasstiraden meistens über das Ziel hinausschießen, finde ich die Entgegnung der Autorin, dass die meiste Kritik wohl von „Internet-Krawallmachern“ und sicherlich nicht von Borderlinern oder Depressiven kam, etwas zu kurz gegriffen. Denn ich weiß mit Sicherheit, dass die Kritik zumindest zum Teil von direkt Betroffenen kam. Und nein, es liegt auch nicht an Twitter als Plattform, dass Kritik geäußert wurde, sondern es lag am Inhalt des Textes.

Vielleicht ist die Form mancher Kritik härter auf Twitter, weil die Zeichenanzahl begrenzt ist – auch deswegen habe ich heute die Form eines Beitrags und nicht eines Tweets gewählt, aber ich denke für eine Autorin, die selbst Wert drauf legt, dass ihre Texte sehr ehrlich und offensiv sind, muss so etwas vorhersehbar und auch ertragbar sein. Wichtig wäre es nun gewesen in dem Interview, das nochmals nach ihrer Sichtweise gefragt hat, zu überlegen, wieso so viele Leute so emotional reagierten, doch die Autorin kann leider scheinbar nicht aus ihrer Haut und so versuchte die Autorin, sich im Interview dafür halbherzig zu entschuldigen und sich zu erklären, bleibt jedoch mitten im Versuch dabei stecken und tritt lieber nochmals nach, indem sie z.B. sagt, dass Aufklärungsarbeit inflationär betrieben würde und dass sie Triggerwarnungen als Zumutung empfindet.

Das einzige, was mir dazu noch einfällt ist, dass es noch sehr viel mehr Aufklärungsarbeit bedarf, bis auch der letzte Autor begriffen hat, warum Triggerwarnungen für manche Menschen wichtig sind.

Alles, was ich geschrieben habe, sind meine persönlichen Ansichten, doch ich hoffe, vielleicht für den ein oder anderen zu sprechen, der es selbst nicht schafft die Kraft für die richtigen Worte zu finden.

Und schließe mit den Worten von Jared Padalecki: “People who are dealing with depression, addiction or suicidal thoughts or mental illness … they’re strong […] You’re strong because you’ve been in this fight and you wake up thinking you’re going to beat it again today.” #AlwaysKeepFighting

Von Smartwatches und anderen Bedürfnissen

Momentan (vom 2. bis 5. März 2015) findet der Mobile World Congress 2015 in Barcelona statt. Groß wird darüber in allen Medien berichtet. Ich selbst bin nicht so der Mobile-Typ – ja, ich gebe es zu, ich habe immer noch mein altes Nokia Handy (siehe Abbildung) und bin damit völlig zufrieden, denn es kann das, wofür ich es habe: Telefonate führen, SMS senden und empfangen und mir den Weg zeigen.

handy

Was ist jetzt der neueste Trend? Laut Mainstream-Medien vor allem Wearables – genauer gesagt Smartwatches. Diese Entwicklung ist eigentlich eher erstaunlich, da sie entgegengesetzt der Entwicklungen der letzten Jahre ist:
Die Displays der Handys wurden in den letzten Jahren immer größer und hochauflösender, bis man Handys von Tablets kaum mehr unterscheiden konnte. Handys ersetzten langsam Computer.

Und nun?! Smartwatches also? Von Displaygrößen brauchen wir hier gar nicht zu sprechen! Sie klein zu nennen, wäre euphemistisch. Wie soll man damit ein ordentliches Game zocken?

Doch halt, vielleicht haben sich die Handyhersteller ja etwas dabei gedacht …

Es wird ein neuer Trend kreiert und da es dafür eigentlich momentan weder einen Bedarf noch Anwendungen gibt, überlegt man sich rasch einfach einige neue. So soll eine Smartwatch nicht wie die bisherigen Smartphones als mobile Spielekonsole oder Notebookersatz daherkommen, sondern es soll durch neue Anwendungen und neue Möglichkeiten ganz neue Bedürfnisse wecken.

So kann eine Smartwatch z.B. meine Schritte zählen und man munkelt, man kann damit nicht nur telefonieren, sondern auch die Uhrzeit ablesen! Das Ei des Kolumbus wurde gefunden – und alle jubeln.

Das beste bei der Sache ist – der momentane Normalnutzer wird sein Handy sicherlich nicht mit einer Smartwatch ersetzen, aber vielleicht wird es sich zusätzlich  eine Smartwatch kaufen – wo sie doch jetzt auch so schick aussehen. So werden Bedürfnisse neu konstruiert und erschaffen, damit der Rubel weiter rollt.

Dies muss vielleicht auch so sein, denn ohne Geld ist technische Weiterentwicklung nicht möglich.

Ich persönlich werde mir wohl erst dann eine Smartwatch kaufen, wenn man zum Games zocken kein Display mehr braucht, sondern die Inhalte, die man sehen will, einfach in die Luft projiziert werden – aber das wird bestimmt noch einige Jahre dauern.

Im Übrigen muss man sagen, dass die Mainstream-Medien nur sehr verkürzt berichten. Ich denke, es gibt momentan auf dem mobilen Markt sehr viele interessante Entwicklungen neben den Wearables, als Stichworte seien nur genannt: „Internet of Things“ und „alternative Handykonzepte“ (schön nachzulesen bei Chip.de)

Notizen an mich selbst / Denkzettel

Vorsicht, kann Spuren von Sarkasmus enthalten!

Viele Leute/Journalisten/Philosophen oder sogar Experten (wie wird man eigentlich Experte von Beruf?) sagen, die Leute/Gesellschaft/Menschen seien sehr viel dümmer geworden in den letzten Jahren.

Don't forget! Denkzettel / Notizen an mich selbst

Ein (unausgereifter) Gedanke dazu:

Vielleicht sind die Leute gar nicht dümmer geworden, sondern Leute, die früher nie ein Forum (außer vielleicht ihr Dorfgasthaus einmal wöchentlich beim Stammtisch) hatten, äußern sich jetzt öffentlich und dadurch wird die Bandbreite und auch die Untiefen der verschiedensten Meinungen erstmals sichtbar.

„Die Öffentlichkeit“ war früher  eine Sache von Studierten/Journalisten oder genannten Experten, heutzutage kann eine Meinung egal von wem auch immer zu breitester öffentlicher Relevanz gelangen (mit allen Vor- und Nachteilen) – meistens übrigens durch eine Verlinkung über die großen Medienwebseiten.

Wer weiß, vielleicht wird Dummheit einfach gerne zur Schau gestellt, damit sich der arme unterbezahlte Redaktionspraktikant auch einmal gut und überlegen fühlt?

Darüber hinaus scheinen viele Leute einfach entfesselt und lassen gerne einmal „die Sau heraus“ in dem scheinbar anonymen Netz. Dort können sie scheinbar ohne Konsequenzen ihrem ganzen Frust ohne Nachzudenken nachgeben.

Dass hinter jedem Nickname ein Mensch steckt ist eine sehr einfache und grundsätzliche Wahrheit, die jedoch sehr viele zu vergessen scheinen.

 

 

 

Winter 2014

Zu Weihnachten reise ich immer einige Tage in die „alte Heimat“ zu meinen Eltern nach Oberschwaben. Zeit, ein wenig auszuspannen, bewusst offline zu sein und sich einfach mal anderen Dingen zu widmen.

Also, here we go: Heute mal keine Bilder von Computerspielen, kaputten Festplatten oder Codezeilen, sondern einfach mal ein paar Naturbilder. Ich hoffe, sie gefallen euch.

 

#Clouds, das #Neuland #Internet und Oettinger

Vor gut zwei Wochen wurde bekannt, dass Günther Oettinger (CDU),  als EU-Kommissar vom Energie- zum Digigtal-Ressort wechseln wird. In der Blogsphäre und den sozialen Medien war eine gewisse Fassungslosigkeit zu spüren.

Gestern Abend war die Anhörung vor dem EU-Parlament, die  jeder designierte Kommissar durchlaufen muss, bevor er sein Amt antreten kann. Mit Spannung wurde sie erwartet. Es versprach eine gute Abendunterhaltung zu werden und nicht wenige hofften, dass das Ganze in englischer Sprache stattfinden wird (2010 machten auf Youtube etliche Videos von Oettingers Englischkenntnissen Furore, nachdem er Englisch als ‚Arbeitssprache‘ gefordert hatte) .  Doch auch Sonneborn, seines Zeichens Ex-Chefredakteur der Satire-Zeitung Titanic und mittlerweile Europaabgeordneter konnte den schwäbischen Politiker nicht dazu überreden, in Englisch zu antworten und so antwortete Oettinger in deutscher Sprache.

Doch wie sah das Ganze inhaltlich aus? Das Thema Digitales in Europa ist einfach zu wichtig, um der Versuchung zu erliegen, nur die satirischen Momente zu rezipieren.

Günther Oettinger hatte sich wohl in der Tat gut auf diesen Abend vorbereitet und antwortete auf viele Fragen recht kompetent, obwohl er ja nicht gerade das ist, was man als ‚Digital Native‘ bezeichnen würde.

Zunichte gemacht wurde dies jedoch am Ende durch seine Einschätzung zum Thema ‚Schutz der Bürger im Internet‘ im Hinblick auf die in letzter Zeit auftauchenden Nacktaufnahmen von Prominenten in Europa.  Sein Statement „Wenn jemand so blöd ist und als Promi ein Nacktfoto von sich selbst macht und ins Netz stellt, kann er doch nicht von uns erwarten, dass wir ihn schützen. Vor Dummheit kann man die Menschen nur eingeschränkt bewahren.“ zeigt zwei Dinge.

Erstens ein technisches Manko, denn die Prominenten hatten ihre Fotos nicht ins „Netz gestellt“, sondern die Bilder waren in einem Cloudservice gespeichert worden, der dann gehackt wurde.  Anschließend waren die Bilder von den Tätern ins Netz gestellt worden.

Zweitens die implizite Schlußfolgerung Oettingers, dass, wenn man das Netz nutzt, selbst schuld ist, was mit seinen Daten passiert. Dies ist nicht gerade die Grundhaltung, die für den kommenden EU-Kommissar im Bereich Digitalwirtschaft wünschenswert ist. Die Verantwortung wird hiermit komplett auf den einzelnen Konsumenten geschoben. Man könnte beispielsweise den Menschen, die bei Autounfällen verletzt werden auch sagen, sie seien selbst schuld, denn wer auf die Straße geht, begibt sich ja in die Gefahr, überfahren zu werden und wussten dies ja auch.

Darüber hinaus gab es eine m.E.  weitere entlarvende Bemerkung, als Sonneborn Oettinger auf das ‚Recht auf Vergessen im Internet‘ ansprach und fragte, ob Informationen wie beispielsweise die ‚Filbinger-Affäre‘ oder die Information, dass Oettinger vor vielen Jahren einmal wegen Trunkenheit den Führerschein hatte abgeben müssen dann eventuell gelöscht werden würden. Oettinger meinte hierzu, er sei für ein Recht auf Vergessen im Internet, die Gefahr dass die Informationen damit nicht mehr abrufbar seien, sei  allerdings nicht gegeben, „da dies in den Zeitungen stand, wird das nie vergessen werden können“.

Dies zeigt, wie wenig Oettinger im digitalen Zeitalter angekommen ist und er den Wandel, der sich in der Gesellschaft schon im vollem Gange befindet, nicht wahrnimmt.

Am Ende muss man ihm jedoch eins lassen: Niemals hätte es ein solche Interesse für das Thema und das EP-Hearing gegeben, wäre nicht Oettinger der Kandidat gewesen…

Quellen:

http://www.elections2014.eu/de/new-commission/hearing/20140917HEA64706, abgerufen am 30.09.2014.

http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnther_Oettinger

Wer die Wahl hat … Warum ich keinen Blogartikel schreibe

Ich habe schon lange nichts mehr geschrieben auf meinem Blog … das liegt sicherlich nicht daran, dass ich nichts zu sagen hätte.

Es liegt einerseits am Zeitmangel und andererseits daran, dass ich zu so viel Dingen so viel zu sagen hätte … doch woher die Zeit nehmen, einen vernünftigen und dazu bestenfalls noch gut recherchierten Text zu erstellen?

Dazu kommt erschwerend, dass ich mich wirklich nicht entscheiden kann, welches der vielen Themen ich am interessantesten, wichtigsten, mitteilungswürdigsten finde …

Da gibt es das #gamergate, die #fremfrequ Geschichte, die Story der BA und den 88.000 gekauften Drogentests,  der sehnlichst erwartete nächste X-Men-Film mit Apocalypse – und ach ja … man könnte auch einmal über #erhöhtenTwitterkonsum und die Auswirkungen auf den menschlichen Geist erörtern  😉

Wie auch immer – zunächst werde ich davon erstmal nichts tun, da ich das schöne Wetter samt Sonne genießen möchte, bevor der Winter voll und ganz zuschlägt :)

In diesem Sinne euch allen – einen schönen Donnerstagabend!

Sommerabend

Sommerabend in Berlin (2014)

 

Summer Fun Fact

Summer Fun Fact - Admin

Summer Fun Fact

Warum Digital Na(t)ive? Gedanken zur letzten nicht-digitalen Generation

Ihr werdet euch vielleicht fragen, was das heissen soll: Digital Na(t)ive.

Es ist genau das, was mich beschreibt und zwar aufgrund meines Alters, meiner Erfahrungen, meines Werdegangs.

Ich bin Ende der 70er Jahre geboren.

Das heißt, ich gehöre zur letzten Generation von Leuten ….

  • die noch wissen, wie es war, also es nur zwei Fernsehprogramme und ein paar Dritte dazu gab. Gut, ich wuchs nah am Bodensee auf, da bekam man mit viel Glück noch ORF 1 und 2 und das Schweizer Fernsehen!
  • die noch wissen, was eine Kassette ist und dass man, um das verhedderte Band zu retten, einfach einen Bleistift verwenden kann.
  • die gelernt haben, sich beim Telefonieren kurz zu fassen, weil Ferngespräche so unheimlich teuer waren.
  • die sich, um Hausaufgaben und Referate für die Schule zu machen, um also Wissen zu erlangen, auf die örtliche Bibliothek verlassen mussten und froh waren, wenn es zu einem Thema zumindest ein Buch gab.
  • die ihre ersten Computer-Erfahrungen mit Maschinen wie dem C64er machten, die ohne jegliche grafische Oberfläche waren.
  • ….

Bildquellenangabe: me, myself and i / pixelio.de

Bildquellenangabe: me, myself and i / pixelio.de

 

Was ich damit sagen will – ich bin relativ technikfremd sozialisiert worden und wuchs auf in Zeiten, in denen Dinge wie Privatssphäre auf Facebook, Internetsucht etc. noch keine Rolle spielten, einfach weil die Technik noch nicht so weit war.

Es heisst auch, dass ich mir in einer zweiten, eigen gewählten Sozialisation dieses ganze „Computer- und Medienzeugs“ selbst hart erarbeitet habe.

Für mich ist  nichts davon selbstverständlich, ich bin nicht damit aufgewachsen. Ich kann mich noch an den Tag erinnern, als ich das erstemal jemandem am Telefon fragte, wo er denn sei und ich mir bewusst war, dass damit eine neue Zeit anbricht – denn, rief man früher jemanden an, war klar, wo er ist, zuhause nämlich, da wo das Telefon steht.

Auf jeden Fall gibt es meiner Meinung nach auch einen großen Vorteil für mich: Dadurch, dass ich erst so spät zum Nerd (zur Nerdine) wurde und mich sehr bewusst für diesen Schritt entschied, habe ich vieles zunächst sehr kritisch, aber auch sehr neugierig und voller Freude entdeckt. Ich war begeistert, was in den Jahren zwischen dem C64er meiner Kindheit und meiner Erwachsenenzeit passiert war.

Bildquellenangabe: Rainer Sturm / pixelio.de

Bildquellenangabe: Rainer Sturm  / pixelio.de

Welche Fülle an Möglichkeiten das Internet bot, welche umwerfenden Grafiken die Computer beherrschten …..

Und deswegen Digital Na(t)ive, denn ich bin kein wirklicher Native, da ich dafür zu früh geboren bin, jedoch wurde das Internet meine Heimat und ich hatte die wunderbare Möglichkeit, alles, was sich darin befindet mit den Augen eines Kindes, also naiv, zu entdecken.

Und woran erinnert ihr euch noch aus euer Prä-Digital-Zeit?!